Neue und vorangegangene Theaterproduktionen

NEUES THEATERPROJET UND BUCHBARE THEATERSTÜCKE

„Nebelhafter Horizont“
Theaterstück über die Situationsbetrachtung des (Über-)Lebens von Flüchtlingen, Gefahren während und nach der Flucht.
Premiere: 22.09.2017, 20:00 Uhr.
Weitere Aufführungen: 23.09.2017, 20:00 Uhr und 24.09.2017, 17:00 Uhr.
Ort:Chinelo-Theaterhaus, Feldstraße 103, 28203 Bremen.
Vorbestellungen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Tel.: 0421-74885 / www.bremer-welttheater.de.
Eintritt:  Spenden werden erbete (für Flüchtlinge frei)
 
Das Bremer Welttheater startet ab sofort ein neues Theater-Projekt. Jugendliche aller Nationalitäten, im Alter von 15 bis 26 Jahren, die sich für Theater begeistern, können sich daran beteiligen. Proben immer freitags von 15.30 bis 18.30 Uhr im Chinelo-Theaterhaus, Feldstr. 103, 28203 Bremen. Einfach anrufen: 0421- 79012971 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf Dich!
A4 ILLUSION 22. 24.09.2017WEB

D4 Flyer Doppel Nebelhafter 2015 FODAY WEB

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REPERTOIRE

WEITERHIN BUCHBAR

„Die Tararanes oder Ich bin mehr Opfer als Du, Prometheus“
Theaterstück über menschliches Verhalten zwischen Opfern und Tätern
Regie: Abiud A. Chinelo
Mitwirkende: Ajmal Rahimi, Aide Adechinan, Andreas Hecht, Simone Ehlen, Niklas Everling, Juana Bech, Bo Strube, Merle Lesch, Abiud Chinelo.

Zum Stück
Morgens an der Bushaltestelle: Eine Handvoll Teenager steht rum und weigert sich, zur Schule zu gehen. Nicht aus den Gründen, die wir alle kennen – länger schlafen, nicht gelernt, Lehrer nerven, kein Bock – sondern, weil sie sich alle in der Schule als Opfer fühlen. Hilflos, schwach, fremdbestimmt. Ein Scheißgefühl. Kein Wunder, dass die Gruppe lieber schwänzt und sich, um der trostlosen Realität zu entkommen, in eine andere Welt flüchtet.
In dieser Rollenspiel-Welt sind sie Helden. Ritterfiguren, die sich „Tararanes“ nennen und in die Vergangenheit reiten, um die Wahrheit über Täter und Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erfahren und analog dazu die Prometheus-Tragik zu hinterfragen. Einer von ihnen hat die Fähigkeit, Tote lebendig zu machen. Er verkleidet sich als jüdischer Rabbiner und weckt Hitler wieder auf. Die Gruppe stellt dem Diktator Fragen, erträgt aber die grausame Wahrheit in seinen Antworten nicht und beschließt, ihn zu bestrafen.
Überraschend erscheint Herakles, der Befreier von Prometheus, dessen zwanghafter Befreiungsdrang die Tararanes erneut vor eine große Herausforderung stellt.

Mit humoristischen und absurden Situationen versucht das Stück Reflektionen über das menschliche Verhalten zwischen Opfern und Tätern zu erzeugen.

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„Das Klingeln von Tantal“, ein Theaterstück über die Kehrseiten unseres geliebten Mobiltelefons.
Regie: Abiud A. Chinelo

Mitwirkende: Betty Brako, Selina Scheibner, Aide Adechinan, Agmal Rahimi, Paulina Pawlik, Mirco Duismann, Ahmet Ekmen und Abiud A. Chinelo.

Die Premiere wurde am 10. Dezember 2010 im Chinelo-Theaterhaus gefeiert. Die nächste Aufführung findet am 1. Juli 2011, 19:00 Uhr im Chinelo-Theaterhaus statt.

Zum Stück:
Das Theaterstück zeigt die Kehrseiten des Mobiltelefons, das aus unserem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken ist. Das jugendliche Ensemble und der Theaterregisseur Abiud A. Chinelo setzen sich in dem Stück mit humorvoller Ironie in teilweise absurden Situationen mit den verschiedenen Facetten des Faszinationsobjektes Handy auseinander. Während der Protagonist des Theaterstückes, der viele Jahre im Kongo verbrachte, von einem Leben voller Farben und magischer Ursprünglichkeit in seiner zweiten Heimat erzählt, werden wir auch konfrontiert mit Bildern von den brutalen und unmenschlichen Arbeitsbedingungen bei der Gewinnung des Erzes Coltan. In seinem neuen Umfeld in Deutschland steht er Situationen gegenüber, in denen die neuen jungen Bekanntschaften sich krankhaft mit ihren Handys beschäftigen und nicht in der Lage sind, aufeinander einzugehen. Die jungen Akteure des Bremer Welttheaters tauchen tief in die Welt der Hauptfigur ein und stellen die unterschiedlichen Themen der Geschichte mit eindrucksvollen und atmosphärisch dichten Bildern dar.

MITARBEITER AM STÜCK
Musik: Vera Marreck, Samuel Elombo Bolayela. Hinter den Kulissen: Vitali Geier, Samadhi A. Siegmund. Theaterpädagogische Arbeit: Friederike Schröder. Projektleitung: Martin Jaser. Kostüme: Martinshof, Betriebsstätte Martinsheide, unter der Anleitung von Yasemin Kabal. Fotos: Marianne Menke.

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WEITERHIN BUCHBAR

 „Bitter-Süßer Kakao“, Menschenrechte in einer Tasse heißer Schokolade.
Von Abiud A. Chinelo

Es spielen:Paulina Pawlik und Abiud A. Chinelo
Musik:Vera Marreck

Zum Stück:
Das Stück zeigt szenische Rückblenden in die Zeit der Eroberung Mittelamerikas, die die Ausbeutung und Vernichtung der Kulturen schildern. Figuren der Gegenwart, die durch Spekulationen mit dem Produkt maximale Gewinne erwirtschaften und sich dabei vor dem Leid der Anderen verschließen, zeigen eine Realität, in der „die Gerechtigkeit nur als Utopie der Menschheit zurückbleibt“. Ein humoristisches und reflexives Theaterstück, das die Theatermittel des epischen Theaters und modernen Dramas ergreift. Die Bilder des Schauspiels, Pantomime, Musik und Tanz, versuchen das kognitive Wissen in emotionales Verstehen umzuwandeln, um den Betrachter des Stückes zu kreativem Handeln einzuladen. Das Stück wurde auf dem internationalen Theaterfestival „Arte en Resistencia“ 2010 in Medellín Kolumbien aufgeführt.

Methode der Arbeit:
Wir experimentieren mit der Methode der Kollektiven Kreation „Creación colectiva“. In der konkreten Umsetzung bedeutet das, jede neue Produktion konzeptuell mit den Beteiligten zu besprechen, weiter zu entwickeln und in regelmäßigen Feedbackrunden dafür Sorge zu tragen, dass Alle den künstlerischen Prozess begreifen, mitgestalten können, und Verantwortung für das Ganze übernehmen. Wir versuchen durch die Dynamik bei der gemeinsamen Theaterarbeit, Arbeit, Spaß und das Lernen des Theaterspiels zu verbinden. Wir beschäftigen uns mit gesellschafts-politischen Themen, die bei der Inszenierung im Sinn des modernen Dramas keine logischen Antworten geben. Im Spiel werden die Antworten relativiert und auf eine abstrakte oder absurde Ebene gebracht.

- Jugend-Theaterstück "Abgefahr´n oder die andere Wirklichkeit". Thema: Fremdsein.
Spielzeit 2008.

Weiterhin Buchbar 2011:
- Jugend-Theaterstück "Echt krass oder vom Blumenmädchen, den grauen Männern und der Leidenschaft auszuwandern". Thema: Auswanderung.
Spielzeit 2007-2011.


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